Samstag, 5. August 2023

Warhammer Underworlds

Erstes Spiel seit langem 

An einem schönen und vor allem trockenen Sommerabend (die waren ja in den letzten beiden Wochen doch wieder rar 😂) konnte ich mit Wasi wieder die ersten beiden Underworlds-Spiele seit langem draussen im Garten bestreiten. 

In der Spielmechanik war ich schnell wieder drin. Die Änderungen lagen ja in den letzten Edition überschaubar geblieben. 

Als Bande hatte ich meine Echsen ausgewählt. Spielfelder waren rasch eingerichtet und das ganze Drumherum an Markern und Karten ausgelegt. Mit den Missionskarten meiner Echsen hatte ich zuerst fast mehr zu kämpfen als mit den Gegnern. So war es nicht ganz so einfach, Punkte zu erhaschen. Ich denke das braucht noch 2-3 weitere Spiele um die Mechanik dieses Decks zu kennen. Die beiden Spiele gegen die 'Schwarzpulver Piraten' waren aber flott und spannend. Leider können meine kleinen Echsen aber nicht so viel einstecken. Ich denke, dass ich da aber schon wieder in den Spielfluss finden werden. Bin jedenfalls schon gespannt auf das nächste Match. 😃


Spielfelder und Karten

Bande, Marker und 'Drumherum'

Das Warhammer Underworlds-Spiel läuft


Leider gesellen sich meine Echsen sehr schnell auf die 'Ersatzbank'



Zwei neue Banden 

Mit den 'Listigen Lumpen' und 'Khagras Verwüster' habe ich zwei weitere Banden für Warhammer Underworlds bemalt. Jede Bande ist in sich ein geschlossenes Thema und bietet damit sehr viel Abwechslung bei der Bemalung. Gerade Orks sind - nach Blitz Bowl - sonst nicht gerade oft auf meinem Maltisch. Es ermöglicht auch das Ausprobieren anderer Techniken oder Farbeschemata in geschütztem, begrenztem Rahmen. 




Khagras Verwüster




Die andere Chaos-Bande als Vergleich. Ähnliches Schema und dennoch mit Abwechslung.




Die Listigen Lumpen








Samstag, 22. Juli 2023

Historisches - Deutscher Orden

Die Streitmacht des Deutschen Ordens wächst

Mit den fertiggestellten Armbrustschützen hat sich nun mit der Zeit eine schöne Streitmacht des Deutschen Ordens bei mir angesammelt. Auch diese neuen Infanteristen betten sich sehr schön ins Gesamtbild ein. Zwar tragen nur die Ordensritter und höheren Ordensbrüder wirklich weisse Kutten und Mäntel, aber das Beige und Braun der niederen Ränge passt sehr gut dazu.

Die Armbrustschützen in der ersten Schlachtreihe

Auch die Armbrustschützen waren schön und entspannt zu bemalen. So ist es ein Spass, welcher flott von der Hand geht. Um teilweise den Stand etwas über die niederen Knechte zu heben, habe ich bei drei Schützen grosse, schön gestaltete Schilde verteilt. Sie sollen spieltechnisch als Pavesen gelten. Die Schützen sind aus verschiedenen Gussrahmen zusammengestellt. Die Mehrheit der Teile kommt wieder von Fireforge Games. Zwei der Armbrüste stammen auch noch aus dem tollen Gussrahmen der Imperialen Miliz von Warhammer Fantasy von Games Workshop. 

An Decals kann ich immer noch auf den umfangreichen Satz zurückgreifen, den ich mir vor einigen Jahren bei Schildschmie.de bestellt hatte. Die Qualität der Decal-Bogen hat auch über die Zeit nichts eingebüsst.  
Nach dem Ausschneiden und Aufbringen der Decals habe ich die Ränder wieder etwas nachbemalt und damit die Übergänge verblendet. 




Bemalung im Gange

Decals von www.schildschmie.de





Die Armbrustschützen vor der Basierung. Zwei ältere Infanteristen stehen im Hintergrund. 



Ein aktuelles Gesamtbild


Mit den beiden neuen Einheiten ist der Deutsche Orden gleich fast um das Doppelte angewachsen. Es wird also wieder einmal Zeit für eine aktuelle Gesamtübersicht. Neu dazugekommen ist euch der Mönch, welcher vorher schon auf verschiedenen Fotos zu sehen ist. 



Blick auf die Schlachtreihe



Meine Streitmacht des Deutschen Ordens



Wie gehts weiter?


Der Mönch stammt von Reaper und ist eine schöne, zeitlose Miniatur. Er kann in verschiedenen Zeitepochen vorkommen. So habe ich ihn in anfangs Juli, den Mönch zusammen mit zwei Bernerinnen für mein altes Projekt des Franzoseneinfalls (auch hier im Blog zu finden, vor allem 2018) bemalt. 
Kurzer Spoiler: meine Berner tauchen ggf. auch wieder in einem anderen Projekt wieder auf ... 😀 






Und ich werkle bereits an den nächsten Infanteristen des Deutschen Ordens. Einen Wall aus Speeren hätt ich noch gerne. Ebenfalls wären ein paar Bogenschützen in Ordensfarben schön. Diese könnt ich dann unter meine generischen Bogenschützen mischen und hätte bereits wieder eine Einheit mehr für den Orden spielbereit. Auf meiner Liste stehen auch noch weitere Reiter und berittene Bogen. und Armbrustschützen. Ein paar Ritter mehr könnten ebenfalls nicht schade ...


Die eingeritzten Rillen in den Bases helfen später die Haftung des Sandes zu verbessern. 


Samstag, 24. Juni 2023

Saga - Historisches

 Diverse Verstärkung

Die letzte Zeit habe ich neben Freebooter's auch genutzt um den Backlog an Minis im historischen Bereich abzuarbeiten. Zusammenfassend kann ich daher nun einige Einheiten und Minis zeigen.  

Verstärkung: Infanterie und Kavallerie für Saga und andere historische Systeme


Kataphrakte - Legendäre Krieger, grausige Minis

Eine Reitereinheit, welche schon lange auf meinem Maltisch herumstand sind die legendären Kataphrakte. Schwergepanzerte Reiter aus der östlichen Mittelmeerregion. Meine Minis stammen von Warlord Games und sind noch aus Zinn. Leider sieht man den Modellen das Alter an. Sie weisen einige Modelierfehler auf und auch das Platzieren der langen Lanzen - Kontos genannt - war mühsam. Die Hände mussten jeweils aufgebohrt werden. Da die Kontos teilweise zweihändig geführt werden, war das folgende Durchfädeln sehr fitzelig. Wenigstens können die Metalllanzen nicht abbrechen. Dafür sind die Spitzen aber sehr scharf, was das Bemalen zu einer gefährlichen Sache machte 😆 Die Posen sind leider auch teilweise doppelt vorhanden. Die Platzierung der Teile für den Anführer - Arm, Hammer und Kopf mit dem Helm bilden eine Einheit - sind mehr als 'komisch'. Der Schaft des Hammer ist so nicht gerade zu bekommen. 


Bei den scharfen Lanzen musste während der Bemalung gut aufgepasst werden. 



Kurzum: Die Arbeit an den Modellen war nicht gerade berauschend. Noch einmal würde ich mir diese Box nicht mehr kaufen. Ich bin froh, dass ich die Reiter bemalt auf dem Spieltisch habe. So machen sie schlussendlich doch noch eine gute Falle. Zum Ausgleich habe ich nebenbei gleich nochmals 2 gothische Reiter bemalt. Das war entspannender ... 😂


Die Kataphrakte im Ansturm


Zum Glück gibt es bereits gute Alternativen aus Kunststoff von Gripping Beast und Fireforge Games. Beide bieten ebenfalls Kataphrakte an. Die Auswahl an Optionen ist sehr gut. Nur fehlen bei beiden Boxen die Möglichkeit Bögen und Köcher zu verteilen. Diese kommen aber in anderen Boxen vor und so sollte das kein Problem darstellen. Wahrscheinlich werde ich mir so noch 1-2 weitere Schwadronen schwere Kavallerie zusammenstellen. 



Weiter haben auch meine Deutschritter Verstärkung erhalten: 

Bauern und niedere Ordensbrüder. Also genau das, was in Saga  als 'Bauern' eingesetzt wird. Ich habe mich für einen grössere Anzahl Miniaturen entschieden und diese mit Handwaffen, Schilden und Wurfspeeren ausgestattet. So kann ich sie in verschiedenen Rollen einsetzen. Auch habe ich die Farbwahl zwar in einer gewissen Einheitlichkeit - damit sie zu den anderen Ordensbrüdern passen - aber dennoch generisch gehalten. 

Vergleich des Farbmusters mit der schweren Ordensinfanterie und der leichten Reiterei (hinten)

Die Minis selber sind ein wilder 'Kitbash' aus verschiedenen Boxen von Gripping Beast, Fireforge Games und Oathmark. Um ihre niedere Stellung zu unterstreichen tragen sie ältere, einfachere Ausrüstung.  

Ein grosser Hilfstrupp des Deutschen Ordens


Als weitere Ergänzung sollen hier noch einige Armbrustschützen folgen. 


 

 


























 




Sonntag, 21. Mai 2023

Warhammer Underworlds - Restart

Es war ein mal, vor langer Zeit ...

Warhammer Underworlds Shadespire. Mit der allerersten Ausgabe von Warhammer Underworlds hatte ich vor einigen Jahren in dieses Spielsystem reingeschnuppert. Irgendwo in diesem Blog finden sich auch meine Erfahrungen und die erste bemalte Bande dazu. 

Das Spielsystem hatte mir grundsätzlich gefallen. Nicht so gepasst hatte mir das Handling mit den Karten und dem daraus resultierenden Deckbau über diverse Bandenboxen. Da hatte ich mich zurückgehalten. Ich mag das einfach nicht. Schon andere Systeme wie z.B. X-Wing habe ich aus diesem Grund zurückgehalten. Wenn ich Decks bauen und Karten sammeln will, dann greife ich zu reinen Trading Card Games wie Magic oder neu Flesh an Blood. Aber das wäre eine andere Geschichte ... 


Jedenfalls gibt es in Underworlds wohl auch Entwickler, die das ähnlich sehen und so hat sich in den letzten Seasons das so genannte 'Rivals'-Format etabliert. 

Kurz erklärt, wird mit einem vorgefertigten, unveränderlichen Kartendeck gespielt. Dies liegt den neueren Banden bei oder es können separate Rivals-Decks für alle Banden benutzt werden. Damit wird das System auch für mich wieder interessanter. Viel Auswahl gibt es da ja schon: 

Warhammer Underworlds bei Games Workshop - eine Übersicht


Echsen am Start

Games Workshop hat Warhammer Underworlds stetig erweitert und ausgebaut. Es gibt viele schicke Banden und die eine oder andere habe ich mir auch zugelegt. Das System möchte ich zukünftig wieder vermehrt anspielen. 

Passend dazu habe ich mir eine schicke, bereits ältere Bande, hervorgesucht und bemalt. Sozusagen als schöne, bunte Abwechslung: die Sternenblut Pirscher - eine Echsen-Bande. 




Die Bande  stammt aus der Season 'Direcasm' und ihr Deck ist bereits im Rivals-Format aufgebaut. Mit den Echsen möchte ich also wieder meine Rückkehr zu diesem System antesten und bin gespannt. 

Die Bemalung war jedenfalls schon sehr spassig und entspannend. Gar viele Echsen habe ich in meiner langen Karriere nun wirklich noch nicht bemalt 😄


die Sternenblut Pirscher










Dienstag, 2. Mai 2023

Bladeborn

 Warcry light?

Ein Projekt, das ich nun in den nächsten Monaten unter anderem genauer anschauen möchte ist ein weiteres boxed Board Game von Games Workshop (siehe auch BlitzBowl). Es hört auf den theatralischen Namen 'Bladeborn'. Vom Hintergrund her gehört es in die Welt von 'Age of Sigmar' und ist angelehnt an das Spielsystem 'Warcry'. 

Bladeborn - die Box
Quelle: Games Workshop


Bladeborn - der Inhalt mit den beiden Banden und dem Zubehör
Quelle: Games Workshop



Zum Hintergrund und dem System von Bladeborn kann bei Games Wokrshop direkt einiges gefunden werden: 

Blade Born - Age of Sigmar Games


In Bladeborn wie auch in Warcry dreht es sich um Kriegerbanden, welche gegeneinander antreten und um die Gunst der (Chaos-)Götter buhlen. Die Banden können zum Teil Systemübergreifend verwendet werden. Ebenso gibt es einige Banden aus dem Spielsystem 'Warhammer Underworlds', welche ebenfalls in Bladeborn gespielt werden dürfen. Also wieder ein wilder Mix und eine Querverwendung der Minis über drei Systeme. Wunderbar passend für mich 😁

Alle drei Systeme möchte ich in Zukunft wieder genauer anschauen und reaktivieren. Warcry und Underworlds habe ich beide gespielt, als sie neu erschienen sind. Jeweils eine Bande habe ich damals bemalt. Nun sollen es einige mehr werden. 


Alte Minis - Endlich bemalt

Vor Jahren hatte ich mir die erste Box für Warhammer Underworlds mit dem Namen 'Shadespire' gekauft. Daraus hatte ich nur eine Bande bemalt und gespielt. Beim Studium der Regeln für Bladeborn habe ich dann gesehen, dass ich die zweite Bande aus der Shadespire-Box die 'Garrek’s Reavers' gleich verwenden kann. Entsprechend habe ich diesen Gussrahmen hervorgesucht und die fünf Minis gleich in einem Zug bemalt. Ein schöner Ausgleich zu den gewohnten Amazonen. Doch habe ich mich wohl bereits schon an das 'Rot' im Farbschema gewöhnt ... 😄


Die Minis sind einfach und schnell zusammengebaut. Die Bemalung geht flott von der Hand. 




Die Bases weisen typisch für GW natürlich viele Schädel auf ... 



Die fünf Chaos-Krieger sind  stimmungsvoll gestaltet. Die Bemalung ist nicht sonderlich anspruchsvoll und so sehr flüssig zu bewerkstelligen. Das Gesamtbild kann sich durchaus sehen lassen. Ich habe mich wieder für die NMM-Technik entschieden, welche ich auch bei den Amazonen angewendet habe. 

Das System habe ich noch nicht angespielt. Dafür möchte ich zuerst noch eine zweite Bande bemalen. Es wir eine aus der Grundbox sein. 

  

Garrek’s Reavers


Freitag, 21. April 2023

Tabletop im 'Beobachter'

 

Im Fokus - Eine andere Tabletop Story


'Ich bin Journalistin beim Beobachter und eher zufällig über das Thema Tabletop (eine mir zuvor völlig unbekannte Freizeitbeschäftigung) gestossen. Ich finds cool, eine spezielle Mischung zwischen Strategie-  und Glücksspiel, Computer- und Brettspiel verbunden mit einer Leidenschaft für filigranes Basteln - wo gibt es sowas schon?!'

Mit dieser Anfrage von Conny Schmid per Mail begann letztes Jahr dieser Teil meiner Tabletop-Geschichte. Unser Hobby einer breiten Öffentlichkeit erklären? Wo meine Mutter nicht mal genau weiss, was ich seit Jahren mit den 'Männchen' so alles mache?  Wieso nicht! Versuchen wir's mal 😎


Eine ganz 'normale' Perspektive im Tabletop und doch sonst nie im Bild
Foto: Anna-Tina Eberhard



Die rasende Reporterin


Zwischen der Reporterin und mir entwickelte sich ein reger Austausch. Für jemand, der das Hobby gar nicht kennt ist es sehr schwierig einen Anfangspunkt oder gar einen Überblick zu erhalten. Der Beitrag sollte das Hobby einem sehr breiten Publikum zeigen und nicht zu sehr ins Detail gehen. Die Zielgruppe des 'Beobachters' sind ganz klar keine Leute mit Tabletop-Hintergrund 😄 Hier sollte gezeigt werden, dass es so etwas auch gibt. Wie z.B. Hornussen oder Seifenkistenrennen fahren. Spezielle Hobbies halt. 

An einem späteren Nachmittag stand dann eine neugierige, offene Reporterin vor meiner Türe. Tja, und dann kam es, wie es kommen musste. Da ich das Hobby ja auch nicht erst seit gestern betreibe steht halt schon das eine oder andere rum. Conny ist dann mal mit grossen Augen vor der ersten Vitrine gestanden. Alle Fragen zu beantworten ohne sie zu verwirren war herausfordernd und interessant. Und dann steht in meiner Bibliothek halt nicht eine Vitrine sondern noch zwei weitere und Regale voller Regelbücher. Der Gesichtsausdruck war einfach himmlisch 😄 

Nach dem Ansehen verschiedener Minis, Blättern in Regelbüchern und theoretischem Erklären verschiedener grundlegender Spielabläufe, einigten wir uns auf ein begrenztes Feld dem wir die Aufmerksamkeit schenken wollten. Sonst wäre es viel zu viel geworden und ein Roter Faden wär fast nicht zu spannen gewesen. Blitz Bowl, Saga und Freebooter's Fate sollten im Fokus stehen, ohne zu sehr ins Details zu fallen. Von da her kam dann später auch der Titel im gedruckten Beobachterbericht mit den 'Orks und Piraten'. 

So wechselten wir in den Hobbyraum und meine Werkstatt im Keller. Conny nahm sich das ganze Handling der Figuren vom Blister zur fertig bemalten Mini in Augenschein. Wir verglichen Werkzeuge, Pinsel und Farben. Schauten uns Gussrahmen, Blister, Boxen und Minis an. Capitana Roja stand geduldig Modell. Nach ausführlichem Austausch zu den unterschiedlichsten Aspekten des Hobbys verabschiedete sich Conny dann im Verlaufe des Abends wieder. Für den weiteren Verlauf wurde eine Fotosession bei mir daheim und der Besuch eines Spieltreffs der Knights of the Table in St. Gallen vereinbart. 


Und wie sieht das denn so auf dem Spieltisch aus?
Foto: Anna-Tina Eberhard


Die Fotosession

Bald meldete sich also Anna-Tina, die Fotografin (Anna-Tina Eberhard Fotografie). Zwei Wochen nach Conny kam auch sie bei mir vorbei. Mit dem ganzen Equipment. Und das ist einiges mehr, als ich für meine bescheidenen Bilder so brauche. Lampen, Stative, Objektive und die Kamera. Alles mal rein und verkabelt. Das Abknipsen von Minis braucht seine eigenen Techniken und so brachte Anna-Tina einige Zeit vor meinen Vitrinen zu um die eine oder andere ältere Mini ins rechte Licht zu rücken. 
Die wahre Herausforderung folgte dann aber in Hobbyraum und Werkstatt. Schnell kamen wir darauf, eine Spielszene aus der Perspektive des Mitspielers aufzubauen und darzustellen. Es stellten sich dann künstlerische Fragen, wie z.B. wie die Würfel am besten zu werfen seien, damit es auf den Bildern gut wirken kann und nichts verdeckt. Wo welche Mini stehen könnte, dass es im Spielfluss auch Sinn ergeben würde. Und ob dieser oder jener Baum nicht doch ein wenig aus dem Weg genommen werden sollte. Es war eine spassige Fotosession, in gewissem Masse auch anstrengend. 


Auch Capitana Roja musste natürlich mit aufs Bild
Foto: Anna-Tina Eberhard





Die Bemalung der Mini im Bild
Foto: Anna-Tina Eberhard























Zum dritten Teil kam dann die Werkstatt und damit die Bemalung der Minis an die Reihe. Da bemerkte Anna-Tina mit erfahrenem Auge, dass an meinem normalen Maltisch die Bemalung gar nicht sinnvoll abzulichten ist. Wir haben also etwas improvisiert und so findet für die Fotos das Anmalen einer Figur am Basteltisch in der Mitte des Raumes statt. Das Licht, der Abstand und der Fokus war so viel besser handelbar. Gut, so frei erfunden ist dies nicht. Zu meinen Anfangszeiten im Hobby und Modellbau habe ich effektiv noch an jenem, Tisch meine Minis bemalt. 

An verschiedenen Minis habe ich dann Flächen und Details bemalt. Verschiedene Winkel, diverse Farben. So dass sicher auch das eine oder andere gute Foto dabei sein würde. 

Diese Fotosession war eine interessante, unerwartete Erfahrung. Es gibt für gute Fotos halt schon einiges zu beachten. Und sie brauchen auch ihre Zeit. Wie das Bemalen einer Mini. 😀


Am Knights-Treff

Die letzte Stage erfolgte dann am Knights-Treff im Februar, an dem wir an fünf Spieltischen verschiedene Spielsysteme präsentieren konnten. Anna-Tina war an diesem Tag leider krankheitsbedingt ausgefallen. Für sie sprang Nik Hunger aus Zürich ein (Nik.Hunger Fotograf). 

Wir hatten uns bereits am Vormittag in unseren heiligen Hallen in Winkeln eingefunden, die Spieltische aufgebaut und beim Mittagessen gefachsimpelt. Die Spiele liefen am Nachmittag bereits, als Conny und Nik eintrafen. Damit war der ganze Spieltreff nun ungewohnt dynamisch geworden. 😄 Gut, wir hatten ja damit gerechnet und uns auch etwas vorbereitet. So war genug Zeit für Erklärungen und Fotos eingeplant. Sven und ich spielten das Szenario 'Rattenjagd' von Freebooter's Fate. Für meine Crew hatte ich einfach alle Amazonen zusammengesucht, welche ich bislang nicht gespielt hatte. Zudem sollten möglichste auch Figuren vorkommen, welche in  der vorhergehenden Foto-Session auch zu sehen waren. 

Die folgende Bilderserie zeigt einmal ein Freebooter's Spiel in einer Sicht von 'aussen'. Nach allen Spielberichten und Minis die ich in diesem Blog schon gezeigt habe, mal 'ganz was anderes vom selben' 😄

Das Freebooter's Spiel mit Sven im Fokus
Foto: Nik Hunger


Manchmal ist guter Rat teuer
Foto: Nik Hunger

Der Tempel auf dem Spieltisch im Fokus
Foto: Nik Hunger


Im Spiel: Bewegung
Foto: Nik Hunger


Auf welche Trefferzonen ziel ich denn?
Foto: Nik Hunger




Der Bericht im Beobachter

Die Fotos waren im Kasten und Conny hatte seitenweise Notizen zu den Interviews gemacht. Einige Wochen später konnte ich bereits einen Blick auf die Rohfassung des Berichtes werfen. Dieser sah ungewohnt - mit der Sicht von aussen - aber gut aus. 

Leider musste die Story dann aus redaktionellen Gründen gekürzt werden. Der Bericht ist dann in der Ausgabe 06/2023 des 'Beobachters erschienen. Kurz darauf ging er auch auf der Webseite online. Überraschenderweise sind die Bilder in den beiden Ausgaben nicht sie selben. Persönlich finde ich diese Abwechslung gut. Schliesslich wurde ein sehr grosser Fundus an tollen Fotos gemacht. 

Den Bericht findet ihr neben der gedrucken Ausgabe 06/2023 auch hier:  Bericht in der Online Ausgabe des Beobachters   

Anmerkung: Die Berichte Online und im gedruckten Heft sind nicht 100% identisch. So sind die Titel unterschiedlich wie auch die Auswahl der Bilder.   


Fazit

Nach über 30 Jahren im Hobby in denen ich neben dem Bemalen von Minis und dem Spielen diverser Systeme noch viele andere Aspekte gesehen habe und erleben durfte, war dieser Bericht nochmals eine ganz eigene Erfahrung. Überraschend, interessant, herausfordernd. Eine komplett andere Sicht auf das Hobby. Und eine spannende Sicht, wie unser Hobby von aussen wahrgenommen wird. 

Die Fotos von Anna-Tina und Nik sind toll geworden. Handwerklich sind da meine Bilder keineswegs vergleichbar. Das ist aber auch nicht meine Begabung. So freuen mich die schönen Fotos mit ihren Perspektiven und Tiefen umso mehr. Vielen Dank euch Beiden 😀

Mein besonderer Dank geht an Conny Schmid, welche die Idee zu diesem Bericht hatte und sich mit mir und dem vielschichtigen Hobby 'Tabletop' herumgeschlagen hat. 


In der Zwischenzeit wurde ich von verschiedenen Leute bereits auf den Bericht angesprochen. Die Meisten waren überrascht.  Tja, manchmal braucht es auch den Blick über den Rand des eigenen Spieltisches ...  😀